Die Entdeckung der Food Synergy

 In Allgemein

Wie wissenschaftliche Erkenntnisse schon immer die Betrachtung unserer Nahrung beeinflusst und revolutioniert haben

In Europa war es Hildegard von Bingen, die im 11. Jahrhundert die ersten systematischen Beobachtungen über die Wirkung von Nahrungsmitteln auf unsere Gesundheit durchgeführt hatte. Sie beobachtete die Erkrankungen beim Adel sowie der einfachen Bevölkerung und konnte sehen, dass  Überfluss und Mangel von Nahrungsmitteln einen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen hatte.

Bei den Reichen war es verpönt Obst und Gemüse zu essen. Die Folge war häufig eine Erkrankung an Skorbut, Rachitis, Gicht oder Verstopfung, denn die Ballaststoffe und Vitamine fehlten ihnen. Bei der einfachen Bevölkerung war der Mangel an Nahrung, insbesondere im Winter, ein Problem. So kam es regelmäßig zu großen Hungersnöten. Allein zwischen 750 und 1100 gab es 29 große Hungersnöte. Hildegard von Bingen begann die damals vorhandenen Nahrungsmittel auf Ihre Wirkung zu erforschen und sie gezielt in der Medizin einzusetzen. Ihr Werk war bis zum 20. Jahrhundert verloren gegangen und dann erst  wiederentdeckt worden.

Die Medizin beschäftigt sich schon seit Jahrhunderten mit der Heilwirkung von Kräutern. Und selbst viele unserer modernen Medikamente sind nichts anderes als isolierte oder synthetisierte Bestandteile aus ihnen. Wie sich jedoch der Verzehr oder Mangel an Obst und Gemüse auf unsere Gesundheit auswirkt, ist erst seit wenigen Jahren Bestandteil der Forschung. Zwar hatte man schon in der Seefahrt entdeckt, dass ein Mangel an Früchten den Seefahrern die Zähne ausfallen ließ und sie krank wurden, doch erst im 20. Jahrhundert erkannte man, dass dafür ein Mangel an  Vitamin C ursächlich war.

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts blieb die Erforschung der Vitamine, Mineralien und Spurenelemente der Hauptfokus der Ernährungsforschung. Welches Vitamin und welches Mineral in einer Nahrung enthalten ist, entschied darüber, als wie wertvoll das betreffende Nahrungsmittel angesehen wurde. Aktuell kennt man 90 Vitamine und Mineralien, von denen wiederum 45 als essentiell eingestuft werden.

Erst seit den 90iger Jahren erforscht man vermehrt die vielen anderen Inhaltsstoffe, die in Obst, Gemüse und Kräutern enthalten sind. Sie werden sekundäre Pflanzenstoffe genannt. Von ihnen kennt man gegenwärtig rund 8.000 verschiedene Arten. Nach und nach wird erkannt, wie wichtig auch diese Mikronährstoffe für unsere Gesundheit sind.

Der neueste Forschungszweig in diesem Bereich wird Food Synergy genannt. Er beschäftigt sich mit dem Zusammenwirken verschiedener Nahrungsmittel und den darin enthaltenen Mikronährstoffen untereinander und ihrem synergistischen Potential.

Und denkt daran:
„Was wir essen ist wichtig, wie wir es kombinieren ist entscheidend!”

Food Synergy – wie die neuesten Erkenntnisse über das Zusammenwirken von Obst, Gemüse und Kräutern unser Denken über die Mikronährstoffversorgung revolutionieren.

Herzliche Grüße, Euer Millivital Team

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