Food Synergy – die ganzheitliche Erforschung von Nährstoffkombinationen und deren Synergien in unserer Nahrung

Der neueste Bereich der Ernährungsforschung ist die Food Synergy Forschung, die ihren Ursprung in den USA hat. Im Gegensatz zu der bisherigen Herangehensweise der medizinischen Forschung, einzelne Stoffe aus einem Lebensmittel zu isolieren und deren Wirkung auf unseren Körper zu untersuchen, erforscht die Food Synergy Forschung seit rund 20 Jahren ganze Lebensmittel in ihrer komplexen natürlichen Form und Zusammensetzung. Also wie die über 8.000 sekundären Pflanzenstoffe sowie 90 Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in der Nahrung zusammenspielen und wie Zahnräder ineinandergreifen.

Diese Betrachtungsweise ist revolutionär. Erstmals ist das primäre Ziel nicht mehr, einzelne Stoffe zu entdecken und zu isolieren, um diese dann als Medikament zu vermarkten. Vielmehr geht es darum zu verstehen, wie perfekt zusammengesetzt unsere natürliche Nahrung bereits ist und welche Effekte sie auf unseren Körper hat. Es ist ein Eingeständnis, dass unsere natürlichen Lebensmittel, die sich über Millionen von Jahren entwickelt haben, viel komplexer sind als bislang gedacht. So komplex, dass wir sie nicht künstlich nachbauen und ersetzen können.

Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit

Sekundäre Pflanzenstoffe sind in Gemüse, Obst, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen sowie Vollkornprodukten enthalten. Sie verleihen Pflanzen ihre Farbe. Darüber hinaus dienen sie ihnen als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde, mikrobielle Angriffe und fungieren als Wachstumsregulatoren. Immer mehr erkennt man, dass sie auch einen wichtigen Einfluss auf eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen haben. Bislang sind etwa 100.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe bekannt, wobei 5.000 bis 10.000 in der menschlichen Nahrung vorkommen.

Sekundären Pflanzenstoffen werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Sie schützen potentiell vor verschiedenen Krebsarten und vermitteln vaskuläre Effekte wie eine Erweiterung der Blutgefäße sowie Absenkung des Blutdrucks. Darüber hinaus entfalten sekundäre Pflanzenstoffe neurologische, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen. Aufgrund der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage kann die präventive Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen als wissenschaftlich bewiesen betrachtet werden. Für das tiefere Verständnis der gegenseitigen Wechselbeziehungen und Synergien in unserer Nahrung leistet die Wissenschaft der Food Synergy Forschung einen großen Beitrag.

Wir von Millivital glauben, dass die Wertschätzung von sekundären Pflanzenstoffen bald genauso groß sein wird, wie die von Vitaminen und Mineralstoffen.

Aktive Vitaminformen – Vitamin ist nicht gleich Vitamin

In den meisten Fällen werden Produkten Vitamine in einer günstigen Standardform hinzugefügt. Diese müssen vom Körper zunächst in aktive Formen umgewandelt werden, damit sie aufgenommen werden können. Immer mehr Menschen haben damit Probleme. Im Falle der Folsäure trifft dies bereits auf 50% der Bevölkerung zu. Millivital verwendet daher Folsäure und andere Vitamine direkt in hochwertigen aktiven Formen.

Mikronährstoffmangel in Böden und unserer Nahrung

Unsere Böden

Vor über 70 Jahren veröffentlichte das Landwirtschaftsministerium der USA das Regierungsdokument 264. Dieses Dokument stellte eindeutig fest, dass 99% der amerikanischen Bevölkerung nicht die Mineralien zu sich nehmen, die sie benötigen. Es führt ebenso auf, dass Ackerboden und Weideland auf 15% des Wertes an Mineralien gesunken ist, den sie noch 100 Jahre zuvor hatte. Wenn dies für 1936 stimmte, um wie viel schlimmer ist es heutzutage? Und in den europäischen Industrieländern sieht es nicht viel besser aus.

Unsere Lebensmittel enthalten weniger Mikronährstoffe als noch vor 50 Jahren

Die traditionelle Empfehlungen 5 frische Portionen Obst und Gemüse zu sich zu nehmen um den täglichen Bedarf an Vitaminen und Mineralien zu decken, gilt heute leider nicht mehr. Dass dies nicht mehr ausreicht, haben viele Studien belegt, denn Obst und Gemüse sind längst nicht mehr so vitaminreich wie früher.

Was sind die Gründe hierfür?

  • Turbowachstum beim Anbau durch massive Düngung.
  • Verarmung der Ackerböden an Mineralstoffen.
  • Zu viel Kohlendioxid in der Atmosphäre führt zu einer erhöhten Biomasse, was eine Verdünnung der Mineralstoffe und Vitamine in der Pflanze bewirkt.
  • Zunehmenden weltweiten Verwendung von Pestiziden und Herbiziden.
  • Obst und Gemüse werden in den seltensten Fällen ausgereift geerntet. Nur reife Früchte haben den vollen Gehalt an Vitaminen.
  • Bestrahlung und Begasung zur Haltbarmachung.
  • Falsche und zu lange Lagerung.

Eine groß angelegte Studie des Schwarzwald Sanatoriums in Obertal konnte zeigen, dass der Vitamingehalt in den unterschiedlichsten Obstsorten, egal ob heimische Produkte oder exotische Früchte, seit 1985 um bis zu  80% zurückgegangen ist.

Tabelle

Laut einer amerikanischen Untersuchung aus dem Jahr 1997 fällt der Gehalt an Mikronährstoffen seit den 70er-Jahren rapide ab:

  • Der Verlust an Vitamin A bei Äpfeln beträgt 41 %.
  • Vitamin C-Gehalt bei Paprika 31 % gesunken.
  • Eisen-Gehalt bei Brokkoli nur noch 50 %.
  • Vitamin C, B1 und B2 bei Blumenkohl nur noch 50 %.

Der US-Mediziner Al Sears meint: „Sie müssen heute zehnmal so viel Obst und Gemüse essen, um die gleiche Menge an Vitaminen und Mineralstoffen wie vor 50 Jahren zu bekommen. Wem das zu viel erscheint, muss zu diversen Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminsäften greifen.“

Ein Nährstoffmangel kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:

Umweltstressoren, Alkohol, Zucker, Fett, Diäten, unausgewogene Ernährung, Schwangerschaft, Stillzeit, Unverträglichkeiten, Medikamente, Magendarmprobleme, Genetik,  etc.

 .

Nationale Verzehrstudie

Mit der Nationalen Verzehrstudie II wurde untersucht, wie sich die Menschen in Deutschland ernähren und wie sich ihr Ernährungsverhalten auf Ihre Mikronährstoffversorgung auswirkt. Zwischen November 2005 und Januar 2007 wurden bundesweit fast 20.000 Personen zu ihrem Lebensmittelverzehr befragt.

Obst: Annähernd 60 % der Deutschen essen davon zu wenig.

Folsäure: 79% der Männer und 86% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Folat-Äquivalenten nicht.

Vitamin C: 32% der Männer und 29% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin C nicht.

Vitamin E: 48% der Männer und 49% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin E nicht.

Quelle: Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, 2008.

.

Mehrbedarf durch psychischen und physischen Stress

Psychischer und physischer Stress lösen in uns eine Fülle von Abwehrmechanismen aus, die einen Mehrverbrauch an Mikronährstoffen zur Folge haben. Liegen diese erst gar nicht in ausreichender Menge in der Ernährung vor, haben wir ein doppeltes Problem. Einerseits besteht durch die Lebensweise ein erhöhter Bedarf an  Mikronährstoffen, andererseits sinkt der Mikronährstoffgehalt der Lebensmittel durch Anbau und Verarbeitung immer weiter ab. Auch durch die zunehmende Alterung mit vermehrter Medikamenteneinnahme, das Rauchen, steigender Stress sowie im Krankheitsfall steigt der Mikronährstoffverbrauch an.

Unser Organismus braucht täglich folgende Nährstoffe:

60 Mineralien, 15 Vitamine, 12 wesentliche Aminosäuren und 3 wesentliche Fettsäuren. Das macht zusammen 90 Nahrungsnotwendigkeiten.

.

Ernährung

Immer häufiger spielen Fertignahrungsmittel, erhitze oder gefrorene Nahrungsmittel eine bedeutende Rolle in der täglichen Ernährung. Dies geht jedoch zu Lasten der Mikronährstoffversorgung. Weißes Mehl, raffinierter Zucker und andere isolierte Nahrungsmittel entziehen darüber hinaus dem Körper sogar Mikronährstoffe.

Die Ernährung spielt aktuell in unserem Erziehungswesen und unserer Medizin eine untergeordnete Rolle. Wie wichtig es uns dagegen ist, dass unsere Haustiere ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt sind, zeigt jede Packungsbeschreibung der gängigen Hunde und Katzenfutter. Haben Sie diese umfassende Auflistung schon einmal auf einem menschlichen Lebensmittel gesehen?

.

Weitere Studien für Interessierte:

  1. Hyson D, The Health Benefits of Fruits and Vegetables: A Scientific Overview for Health Professionals. Wilmington, DE: Produce for Better Health Foundation, 2002.
  2. U.S. Department of Health and Human Services and U.S. Department of Agriculture. Dietary Guidelines for Americans, 2005. 6th Edition, Washington DC: U.S. Government Printing Office, 2005.
  3. Casagrande SS, Wang Y, Anderson C, et al., Have Americans increased their fruit and vegetable intake? The trends between 1988 and 2002, Am J Prev Med 2007;32(4): pp 257−63.
  4. Mayer A M, Historical changes in the mineral content of fruits and vegetables, Brit Food J1997; 96(6): pp 207−11.
  5. Christian J. Charts, Nutrient changes in vegetables and fruits, 1951 to 1999. CTV.ca News 2002.
  6. Davis DR, Epp MD, Riordan HD, Changes in USDA Food Composition for 43 Garden Crops, 1950 to 1999. J Am C Nutr 2004; 23(6): pp 669−82.
  7. Thomas D, A study on the mineral depletion of the foods available to us as a nation over the period 1940 to 1991. Nutr Health 2003; 17(2): pp 85−115.
  8. Souci SW, Fachmann W, Kraut H, Food Composition and Nutrition Tables. 6th Edition, Boca Raton, FL: CRC Press, 2000.
  9. Eberhardt M V, Lee C Y, Liu R H, Nutrition: Antioxidant activity of fresh apples, Nature, 22.06.2000, 405:pp 903-904.
  10. Watts D L, Nutrient Interrelashionships Minerals – Vitamins – Endocrins, Journal of Orthomolecular Medicine, Vol. 5, No. 1, 1990: pp 11-19.
  11. Bhupathiraju S N, Tucker K L, Greater variety in fruit and vegetable intake is associated with lower inflamation in Puerto Rican adults, Am J Clim Nutr 2011; 93: pp 37-46.
  12. Liu R H, Health benefits of fruit and vegetables are from additive and synergistic combinations of phytochemicals, Am J Clim Nutr 2003; 78 (suppl): pp 517S-20S.
  13. Jacobs D R, Tapsell L C, Food synergy: the key to a healthy diet, Proceedings of the Nutrition Society 2013, 72: pp 200-206.
0